Archiv der Kategorie: GUI

Sonoff SC – Home Air Quality

Sonoff SC ist ein WiFi Luftgüte-Monitor für den Einsatz in Innenräumen.  Es werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Lichtstärke, Feinstaub und Geräuschpegel erfasst. Die erfassten Daten werden direkt an die iOS/Android App EWeLink geschickt. Die Spannungsversorgung erfolgt über microUSB mit 5 V.

Sonoff SC ist „hacker-friendly“. Ein ATMega328p erfasst die Sensordaten mit Hilfe eines Arduino-Programms und ein ESP8266 dient der WiFi Kommunikation. Sonoff SC Schaltplan und Arduino Code sind im Wiki des Herstellers zu finden.

Wie die folgende Abbildung zeigt, besteht Sonoff SC aus Komponenten, die dem Maker weitgehend bekannt sein dürften.

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Die Feinstaub-Belastung wird mit dem Sharp Dust Sensor GP2Y1010AU0F gemessen. Zur Messung von Temperatur und rel. Luftfeuchtigkeit dient der verbreitete DHT11 Sensor. Ein Elektret-Mikrofon erfasst die Umgebungsgeräusche und ein Fotowiderstand das Umgebungslicht.

Nach Installation der Android App eWeLink (für iOS gibt es eine entsprechende App) kann Sonoff Sc mit dieser App verbunden werden, die dann die erfassten Messgrößen auf dem Smartphone anzeigt.

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Sonoff Sc ist kein professionelles Messinstrument. Das zeigen schon die eingesetzten Low-Cost-Komponenten. Fast viel wichtiger ist es, diesen Sensor als Grundlage für eigene Experimente aufzufassen. Dazu sind alle Informationen, wie Schaltplan und Quellcode, offen gelegt und bei einem Preis von aktuell unter USD 20,- kann man da nichts falsch machen.

Website des Herstellers und Bezugsmöglichkeit: https://www.itead.cc/sonoff-sc.html
Weitere Bezugsmöglichkeiten: Aliexpress, Amazon

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Thinger.io IoT Platform

Zahlreiche IoT Plattformen werben um die Gunst potentieller Kunden. Ich bin auf Thinger.io gestoßen, da von dieser Plattform mit dem ClimaStick auch eigene Hardware zur Erfassung von Umweltdaten angeboten wird. Hackster bietet auf dieser Basis auch gleich eine IoT Meteorological Station an.

Interessant ist diese Plattform allemal, da das Verbinden und Verwalten des eigenen IoT-Devices innerhalb weniger Minuten möglich ist.

Die folgenden Merkmale erscheinen mir besonders erwähnenswert:

  • Open Source
    Der Server kann in der eigenen Cloud (z.B. auf einem Raspberry Pi) installiert werden.
  • Flexible Hardware
    Arduino, ESP8266, ESP32, Raspberry Pi, Intel Edison – alles kann problemlos angeschlossen werden.
  • Cloud-Plattform
    Die gehostete Cloud-Infrastruktur mit einer benutzerfreundlichen Administrationskonsole ermöglicht Skalierbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit.
  • Einfache Codierung
    Um ein Licht aus dem Internet einzuschalten oder einen Sensorwert zu lesen, ist eine einzige Codezeile auf der MCU erforderlich. Aber das ist nicht alles.
  • Für Maker
    Interessenten können sich für einen kostenlosen Account registrieren, um innerhalb weniger Minuten unter Nutzung der Cloud-Infrastruktur mit der Erstellung des ersten IoT-Projekts zu beginnen.

Im Bild zum Beitrag ist ein aus NodeMCU und DHT22 bestehendes IoT-Device mit der Cloud-Infrastruktur verbunden, die die erhobenen Daten visualisiert.

 

Nextion HMI

Nextion HMI bezeichnet ein grafisches Farb-Display, welches als grafisches User-Interface (GUI) Steuerungs- und Visualisierungsaufgaben wahrnehmen kann.

Die Nextion HMIs umfassen einen Hardwareteil, das sind verschiedene TFT-Boards, und einen Softwareteil, den Nextion-Editor.

Die Nextion TFT-Platinen verwenden einen seriellen Anschluss für die Kommunikation mit einem Mikrocontroller. Eine komplexe Verkabelung wird so vermieden.

Beim Bezug eines Nextion HMI über deren Distributoren wird man ein Display mit einer Bezeichnung NX3224T028_011R oder ähnlich erhalten. Bezieht man hingegen ein solches Board über einen der grossen Anbieter aus Fern-Ost, dann kann es passieren, dass das Display mit TJC3224T028_011R bezeichnet ist.

Folgendes erscheint mir wichtig zu wissen:

  1. Displays mit der Bezeichnung TJC… werden von Taojingchi (TJC) für den chinesischen Markt vertrieben.
  2. Display mit der Bezeichnung NX… werden von ITEAD Studios für den internationalen Markt vertrieben.
  3. Beide Firmen haben ihren Sitz in Shenzen.
  4. TJC und Nextion arbeiten zusammen, um sicherzustellen, dass die Firmware von einer Firma nicht mit der der anderen kompatibel ist.
  5. Beide Firmen haben ihren eigenen Editor, die sich in der Funktionalität leicht unterscheiden.
  6. Es ist der Nextion Editor für die GUI-Entwicklung für NX-Displays und der USART HMI Editor mit chinesischer Beschriftung für die TJC-Displays zu verwenden. Ein Mix funktioniert nicht!

Download-Links:

Mit dem USART HMI Editor kann man auch ohne Chinesisch-Kenntnisse arbeiten, wenn man parallel dazu den Nextion Editor aufmacht. Der Aufbau der beiden ist (weitgehend) identisch.